Fragen und Antworten (Quelle: Energiebüro)

Haben Sie gewusst, dass ...




... die allermeisten Solarzellen aus Silizium - dem zweithäufigsten Element in der Erdkruste - hergestellt werden .

... in 6 Stunden soviel Sonnenenergie auf die Schweiz fällt, wie wir in einem Jahr gesamthaft verbrauchen.

... 8 Gramm Silizium, montiert in einer Solaranlage in der Schweiz in 25 Jahren soviel Energie geben wie 1 Gramm Uranbrennstoff.

Häufig gehörte Argumente gegen Solarstromanlagen und die Antworten von Spezialisten dazu:

"PV-Anlagen sind viel zu teuer!"

Antwort:

  • Solarstromanlagen oder eben Photovoltaikanlagen (kurz 'PV') erfüllen als eine der wenigen Energieerzeugungssysteme die Anforderungen an eine nachhaltige Entwicklung.

  • Selbst die längste Reise beginnt aber mit dem ersten Schritt. Es ist klar, Solarenergie kommt nicht von heute auf morgen, aber wir arbeiten schon heute an breit anwendbaren Lösungen von morgen.

"Photovoltaik ist gut, aber man sollte warten, bis die Anlagen günstiger werden!"

Antwort:

  • Wollen wir morgen diese Technologie im grossen Stil einsetzten, müssen wir uns bereits heute damit beschäftigen. Und jedes Jahr lernen wir mehr dazu. Die Schweiz gehört zu den führenden Ländern im Bereich Solarstrom.

  • PV ist ein typisches Industrieprodukt (übrigens sehr untypisch in der Geschichte der Stromerzeugung). PV wird billiger, je mehr man davon produziert (wie beim Walkman oder beim Auto), also: je mehr, desto billiger. Herkömmliche Kraftwerke werden billiger, je grösser man sie baut, also je grösser, desto billiger. Darin liegt ein fundamentaler Unterschied.

  • Wenn man also heute schon PV-Anlagen baut, so unterstützt man die Entwicklung dieser Technologie spürbar und verhindert den Ausstoss von CO2 und anderen Umweltschadstoffen.

"Photovoltaikanlagen brauchen giftige Stoffe und werden bei der Entsorgung dann ein Riesenproblem!"

Antwort:

  • Haben Sie gewusst, dass die allermeisten Solarzellen aus Silizium hergestellt werden. Das Element Silizium kommt am zweithäufigsten in der Erdkruste der Erde vor. Jeder Stein, jedes Glas, jeder Kies, jeder Sand besteht zum grossen Teil aus Silizium. Und daraus werden Solarzellen hergestellt.

  • Zur Herstellung benötigt man zudem verschiedene Hilfsstoffe, diese aber nur in geringen Mengen.

  • Wenn ein Solarmodul nach 25-30 Jahren ausgedient hat, so kann es - dies zeigen Forschungsresultate - wieder in seine Einzelteile (Frontglas, Solarzellen, rückseitige Abdeckfolie, Anschlussdose) zerlegt werden. Die Solarzellen selber könnten neu kontaktiert und mit demselben Glas wieder eingebaut werden und sind, vermutlich mit geringen Ertragseinbussen, bereit für eine zweite 20-jährige Dienstzeit.

"Photovoltaikanlagen verbrauchen mehr Energie, als sie je produzieren!"

Antwort:

  • Diese Aussage ist ganz klar widerlegt. Das Gegenteil ist der Fall: Unabhängige Forschungsresultate - unter anderem vom Institut für Energiesystem der ETH Zürich - belegen, dass PV-Anlagen im Schweizer Mittelland maximal 5 Jahre brauchen, um soviel Energie 'zurückbezahlt' zu haben, wie sie zur Produktion aller technischen Anlagenteile inkl. Module, Kabel, Aufständerung, Wechselrichter. selber gebraucht haben.

  • Man spricht auch von einer ''Energierückzahlzeit' von 5 Jahren. Da man davon ausgeht, dass PV-Anlagen aber 25 bis 30 Jahre einwandfrei funktionieren, ergibt sich eine 'Energierendite von 400 % bis 600 %.

  • Anders ausgedrückt kann man also aus der Energie, welche in einem Fass Öl gespeichert ist rund 5 bis 6 Fässer Öl machen.

  • Quelle: Swissolar

"Photovoltaikanlagen sind sinnvoll, aber nicht bei uns in der nebligen Schweiz sondern besser in der Sahara!"

Antwort:

  • Quizfrage: Wieviel mal mehr Energie kann man aus einer PV-Anlage in der Sahara herausholen als aus einer PV-Anlage im schweizerischen Mittelland? 3 mal mehr, 10 mal mehr oder gar 50 mal mehr?

  • Die Antwort lautet: nur gerade 2,2 mal mehr. Diese Antwort überrascht viele Menschen, ist aber einfach nachvollziehbar. In der Sahara sind übers Jahr gemittet die Tage etwa gleich lang wie bei uns. Der Abstand zur Sonne ist auch in etwa gleich. Einzig hat die Sahara weniger Nebel als wir. Dafür ist es in der Sahara sehr heiss, und da arbeiten die Module schlechter, haben also einen geringeren Ertrag.

  • Zudem, wie käme der Strom denn aus der Sahara zu uns, ohne teure Transportsysteme, mit einer gewissen Versorgungssicherheit?

Unter dem Strich spricht also sehr viel dafür, schon heute eine PV-Anlage auf dem eigenen Gebäude zu betreiben.


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Zuletzt geändert: 24.02.2009, 21:48:09